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Frühlingsbringer - Bärlauch

 

 

ALLIUM URSINUM

 

 

 

Nun ist der Winter endlich vorbei und der Frühling hält Einzug !

 

 

Doch Vorsicht, man kann ihn mit anderen giftigen Pflanzen verwechseln !!!

 

 

 

Das Maiglöckchen, die Herbstzeitlose und der Aronstab sind seine Wuchsgefährten. Wer die Unterschiede kennt, weiß ganz genau auf was er achten muss. Wenn du dir jedoch nicht sicher bist dann schau in deiner Nähe, da gibt es sicher Kräuterkenner die dir Auskunft geben können.

 

Der Bärlauch verdankt seinen Namen den Bären (ursus=Bär) die nach ihrem langen Winterschlaf den Bärlauch als erstes saftiges Grün gefunden haben. Lauch (= allium) heißt er wegen seiner aromatischen Note da er zu den Lauchgewächsen zählt. Sein Knoblauchgeruch

(Allicin = natürliches Antibiotikum) ist beim Ernten ein typisches Merkmal. Doch es gibt auch noch andere wichtige Merkmale. Jedes Blatt kommt einzeln aus der Erde. Beim Austrieb sind seine Blätter seitlich leicht eingerollt und eine feine silberne Hülle, die im Bodenbereich bleibt, umschließt  diese. Die Blätter sind lanzettenförmig, die Blattnervatur ist länglich zum Stängel und zur Spitze zusammenlaufend. Die Blattoberseite ist dunkelgrün matt  und die Unterseite etwas heller matt. Die Zwiebeln sind weiß in einer  länglicher Form. Die Blüten erscheinen von Ende März bis Mai. Sie sitzen auf einem kantigen Stängel. Ihre Blüten die sternförmig angeordnet sind verströmen auch den knoblauchartigen Geruch. DIe Samen erscheinen im Frühsommer und werden grün gern als Pfefferersatz verwendet. Auch die reifen schwarzen Samen finden in der Küche Verwendung.

 

 

 

Auch die Germanen und  Römer verehreten diese Pflanze. Sie schätzten ihn schon damals als magen- und blutreinigendes Mittel. Zusammen mit Koriander wurde ein Liebesgetränk gezaubert daß sogar bei angehexter Impotenz helfen sollte.

 

In der Volksmedizin wurde er als kräftiges Blutreinigungsmittel bei chronischen Hautausschlägen angewendet. In Teilen Rußlands als Antiskorbutium wegen seines hohen Vitamin C-Gehaltes sehr geschätzt.  Bärlauch soll am besten frisch angewendet werden. Ein Pressaft als Magen-Darm-Blutreinigungskur wurde auch schon in älteren Büchern erwähnt. (Lehrbuch der biologischen Heilmittel Bd. 3, G.Madaus)

Bärlauch kann bei Apetitlosigkeit, Frühjahsmüdigkeit, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Arteriosklerose, zur Darmsanierung und bei Hautentzündungen sowie Hautproblemen volksheilkundig angewendet werden.

 

 

Bärlauch kann als ganzes Kraut verwendet werden !

 

# frische Bärlauch in der Gründonnerstagssuppe, im Wildspinat, im Kräutersalz (nicht ins Licht,  verliert seine Farbe)

# in der Kräuterbutter, in allerlei sauren Strudeln und Gebäck, Eierspeis, Knödeln, ........

#in Würzöl oder Essig werden gerne die Blätter und die Knospen verwendet

# Bärlauchpesto: gewünschte Menge Blätter mit einem Stabmixer und etwas Öl (Olivenöl)  zerkleinern, als Zugabe kannst du noch z. B.  geröstete Pinienkerne oder etwas Parmesan zugeben. Mit Salz oder Kräutersalz abschmecken und für die Haltbarkeit ab in den Kühlschrank! Wenn du in die Pesto keine Kerne oder Parmesan gibst hält es sich gekühlt bis zu einem Jahr!

 

SEINE GIFTIGEN WEGGEFÄHRTEN!

 

Die Angaben für Anwendungen beruhen auf alten Überlieferungen und selbst erprobten. Deshalb gilt für jede Person, dass ich weder Linderung noch Heilung von Problemen oder gar Krankheiten garantiere oder verspreche. Die Angaben können keine Beratung, Diagnose oder Untersuchung durch einen Arzt oder Therapeuten ersetzen. Meine Informationen sollten auch nicht zur Eigendiagnose oder Eigentherapie genutzt werden. In eigenen Worten: Wenn du meine Informationen benützt tust du dies auf eigene Gefahr!!!

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