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Löwenzahn - der heilende Wohltäter

 

Jedes Jahr im Frühling strahlt er schon von Weitem,

der sonnengelbe Löwenzahn.

 

Seine Blüten sind ein Sinnbild der unbefleckte Empfängnis Maria's und seine harmonischen Bitterstoffe die sich je nach Jahreszeit in verschiedenen Pflanzenteilen einmal mehr oder weniger befinden, zeigen uns wie wertvoll diese Pflanze das ganze Jahr genutzt werden kann !

 LÖWENZAHN

 

Name dt.: Löwenzahn 

Name lat.: Taraxacum officinale

Familie dt.:Korbblütler

Familie lat.: Asteraceae

Droge: Wurzel, frische junge Blätter, Stängel, Knospe,  Blüte            

Merkmale: Zeigerpflanze von schweren und stickstoffhaltigen Böden,  

wichtige Inhaltsstoffe:  Inulin (Mehrfachzucker-Darmbakterien), Bitterstoffe (Taraxasin), Mineralstoffe (Kalium), Schleimstoffe, Cholin,  Magnesium, Eisen, Hauptwirkrichtung: harntreibend, blutreinigend, bei Verstopfung, tonisierend, Verdauung-   und stoffwechselanregend,  zusammenziehend,  bei Rheuma, Gicht, Arthrose, Arthritis, zur Darmsanierung,                                                                                                                      

Anwendungsbereiche / Verwendung:                                                                          

*eine der wichtigste Bitterstoffpflanzen in unseren Breitengraden                                    

*das Waschpulver für unseren Organismus

*die junge Pflanze in der Frühjahrskur wirkt blutreinigend, harntreibend (Kalium), entgiftend, Leber, Niere u. Galle anregend,                                                                           

*frische junge Blätter als Wildgemüse in Salat Wildspinat, Kräutersalz, Aufstrich,…..   

Blütenknospen die noch ganz in der Bodenrosette verankert sind können  wie falsche Kappern eingelegt werden, kurz angebraten zu anderem Gemüse oder in einer Eierspeis eine Köstlichkeit aus den jungen Blättern wird der Röhrlsalat gemacht - in der Steiermark sehr beliebt                                                          

*die Stängel kann man eicht dünsten und zum Gemüse geben, auch falsche Spaghetti sind möglich oder fein geschnitten in den Kräuteraufstrich und einfach aufs Butterbrot                 

*Blüten in ihrer tollen gelben Farbe werden zu Löwenzahnhonig verarbeitet,  sind schmackhaft und dekorativ in Aufsriche, Salate und Süßspeisen, oder einfach als bunte Teedroge für Teemischungen                                                                                                             

*die Wurzeln enthalten im Frühjahr mehr Bitterstoffe, sind somit gut für eine Tinktur/Teedroge/Mazerat, Wurzel im Herbst geerntet enthalten mehr Inulin , dies ist gut für Diabetiker                                                                                    

*als Tee/ Tinktur/ Frischpflanzensaft regt er die Gallenproduktion an, bei Appetitlosigkeit, bei Verdauungsbeschwerden, unterstützend bei Rheuma und Gicht, Arthrose,                        

*auch in der Krebsforschung wird die Wurzel als Apoptose Mittel, d.h. ein programmierter Krebs-Zelltod, wird bei Melanomen-, Prostata- und Dickdarmkrebs angewendet,  

*die Wurzeln kann man zu einem Kaffeeersatz verarbeitet dieser ist leichter bekömmlich       

*seelische Anwendungsgebiete bei Herzlosigkeit, zur Leberpsyche, schenkt ein klares und annehmbares Selbstbild , bei Menschen mit dem Helfersyndrom die gerne auf sich  selbst vergessen, wirkt stimmungsaufhellend,                                                                           

Sagen und Geschichten:                                                                                                            

In  unseren Breitengraden war der Löwenzahn in der Antike u. im Mittelalter nicht so bekannt. Die erste Erwähnung war bei  Ibn Sina genannt Avicenna einem persischen Mediziner u. Universalgelehrten. Erst im 16. Jhdt. bei  Hieronymus Bock und dem Medizin- und Botanikprofessor Tabernaemontanus wurde der Löwenzahn schriftlich genannt.                       

Die nördlichen Ureinwohner Amerikas rauchten das Kraut, auch wurde der Löwenzahn "die Fußstapfen des weißen Mannes" genannt, da er mit den Einwanderern erst nach Amerika kam. 

In Europa wurde das Verreiben der Pflanze auf der Haut mit der Erfüllung von Wünschen in Verbindung gebracht.

Von den Druiden wurde sie zu Beschwörungsritualen an Allerheiligen verwendet.

Ein anderer Brauch war nach einmaligem Pusten die übrig gebliebene Anzahl an Schirmchen als Hinweis auf die Jahre die man noch auf die Hochzeit warten muss, wie viele Sünden man hat oder wie viele Kinder kommen, flogen  alle davon bekam man ein neues Kleid, in einer Vollmondnacht die Pusteblume in alle vier Himmelrichtungen geblasen und Wünsche erfüllen sich und wer sich mit Löwenzahn einreibt ist überall gern gesehen

 

Löwenzahn Rezepte:

Eingelegte Löwenzahnknospen, für 4 Gläser (à 250 ml)

 

500 g frisch gesammelte Blütenknospen                                                                                                                          250 ml Wasser                                                                                                                    

250 ml Apfelessig

1 EL Salz                                                                                                                          

2 EL Honig

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten

*die Blütenknospen in wenig Wasser zugedeckt weichdünsten , ca. 2 Minuten                            

*danach abtropfen und in Gläser füllen, etwas Absastand zum Deckel lassen                           

*Wasser, Apfelessig und Salz aufkochen, Honig unterrühren und heiß in die Gläser mit den Blütenknospen  füllen        

*Sofort verschließen und langsam auskühlen lassen, die Blütenknospen sind  ca. 1 Jahr haltbar

 


Wilder Aperitif mit Löwenzahnwurzeln

 

1 Liter Rotwein
3 Löwenzahnwurzeln mittlere Größe
3 Zweige Beifuß und/oder 3 Zweige Wermut (ich hatte beides)
Saft einer Zitrone
Saft einer Orange
100 g Zucker oder Honig

*alles in einen Topf geben und ca. 15 Minuten aufkochen lassen, am besten durch ein Leinentuch noch heiß in eine Flasche abfüllen. Fertig!

 

 

 


Löwenzahnblüten – Bonbons

 

3 Handvoll frische Löwenzahnblüten                                                                             

½ Liter Wasser                                                                                                                 

100 gr. Zucker                                                                                                                

50 gr. Honig                                                                                                                     

Abrieb einer Bio Zitrone

Silikonform  für Bonbons oder Backblech

 

Zubereitungszeit ca.  1 Stunde                                                                                        

*Löwenzahn Blüten in einen Topf geben und mit Wasser übergießen,                                 

*das Ganze zirka 35 bis 45 Minuten leicht köcheln lassen, die Flüssigkeit soll sich bis zur Hälfte reduzieren                                                                                                                     

* die nun so gewonnene Abkochung durch ein Sieb abseihen und mit dem Zucker in einen Topf geben und wieder zum Köcheln bringen, es soll  gut schäumen, dann hat es die richtige Temperatur                                                     

*Die Masse  muss sich auf mind. 100 ml einreduzieren sonst wird sie nachher nicht fest          

* dann kann die so fertige Zuckermasse in die Silikonform gegeben oder auf ein Backblech mit Backpapier ausgelegt, getropft werden                                                                                    

* alles nun 1-2 Stunden abkühlen lassen, du kannst die fertigen Bonbons auch noch in Staubzucker wälzen, je nach  Geschmack und Belieben !

 

LECKER SCHMECKER !

 


Die Angaben für Anwendungen beruhen auf alten Überlieferungen und selbst erprobten. Deshalb gilt für jede Person, dass ich weder Linderung noch Heilung von Problemen oder gar Krankheiten garantiere oder verspreche. Die Angaben können keine Beratung, Diagnose oder Untersuchung durch einen Arzt oder Therapeuten ersetzen. Meine Informationen sollten auch nicht zur Eigendiagnose oder Eigentherapie genutzt werden. In eigenen Worten: Wenn du meine Informationen benützt tust du dies auf eigene Gefahr!!!

 

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