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Wilde Kräuter- jetzt können wir aus dem Vollen schöpfen !

So, jetzt wird es Zeit mich wieder mal mit einem Beitrag zu melden.

Ich sag's euch, es gab so viel zu ernten, zu verarbeiten und im Garten neu zu gestalten. Um für die kommende Zeit gut erholt zu sein, waren wir diese verlängerte Wochenende auch mal entspannen, im schönen Ausseerland.

Der Besuch des Alpengartens in Bad Ausse war natürlich Pflicht. Ich hätt gern den ganzen Tag dort verbracht.

Die Zeit verging für mich einfach viel zu schnell, naja bei so vielen wunderbaren Pflanzen-Geschöpfen !

Hier nun einige Bilder dieses wunderbaren Schaugartens der mit viel Eigeninitiative des Besitzers in Schuss gehalten wird.

Im Sonnenmonat Juni ist Sommersonnenwende. In dieser Zeit sagt man steht die Sonne still.

 

Der längste Tag und die kürzeste Nacht wird heuer der 21. Juni sein. Astronomisch ist am 20. Juni um 23.43 MESZ (Österreich) der kalendarische Sommeranfang. Der meterologische hat heuer schon einige Zeit früher begonnen. Mit der Blüte des Holunder, der Heckenrose oder des gefleckten Knabenkrauts fängt der Frühsommer an. Wenn jetzt die Kirschen reif werden und das Johanniskraut zu blühen beginnt, wird der Hochsommer eingeläutet. Mit ihr beginnt die beste Zeit um blühende Kräuter zu ernten.

 

Bei diesem Bild blüht der Girsch und auch der Baldrian hat sich darunter geschummelt. Es hat so wunderbar geduftet, einfach himmlisch.

Jetzt gibt es viele Wild - Kräutern zu ernten!

 

Im Garten wird schon mal der Wermut zurechtgestutzt, der Thymian und das Bohnenkraut geerntet sowie das Basilikum kleingeschnitten. Kapuzinerkresse gemörsert und zu Pesto verarbeitet.

Sirupe aus Colakraut, Holunderblüten und Pfefferminze als Vorrat für den Winter sind schon eingelagert.

In der Wiese kann jetzt die erste Schafgarbe, der Frauenmantel, der Spitzwegerich und die wilde Möhre geerntet und weiterverarbeitet werden

.Es gibt noch eine Vielzahl mehr an Kräutern zu sammeln und für den Winter zu verarbeiten, aber das würde heute meinen Blogbeitrag sprengen.

 

Hier einige Beispiele für die Verwertung der Wild-Kräuter:

 

 

Holundersirup – ohne Zitronensäure

 

Du brauchst:

30 Stück Hollerblüten

2 Kilo Zucker in 3 Liter lauwarmen Wasser auflösen

6 Stück Zitronen auspressen und klein schneiden

3/16 Liter guten Obstessig statt der Zitronensäure

 

In einem großen Topf oder Bügelglas den Zucker in Wasser auflösen,

den ausgepreßten Zitronensaft und die klein geschnittenen Zitronen zu den

Hollerbüten geben. Alles gut abgedeckt im kühlen Keller 2 Tage stehen lassen,

öfters umrühren.

Danach durch ein Tuch abfiltern damit alle kleinen Teilchen weg sind.

Dann 3/16 l guten Obstessig und den Zitronensaft dazugeben für die Säure.

Diese sind der Ersatz für die Zitronensäure.

Den Essig schmeckt man nicht heraus, jedoch hat der Saft danach eine angenehme Säure. Danach entweder alles nochmals erwärmen und in Flaschen füllen oder kalt in Flaschen füllen und bei 80° für 20 min einwecken.

 

 

Kapuzinerkresse –Pesto

 

2 Handvoll Blüten und Blätter

1 Handvoll Sonnenblumenkerne oder Nüsse nach Belieben

2 Knoblauchzehen

1 guter Tl. Salz

etwas Olivenöl

 

Alles im Mixer gut zerkleinern und in ein sauberes Glas füllen.

Obendrauf noch einen Schuss Olivenöl, das Glas verschließen und Kühl stellen. 

 

 

 

 

Salbeilikör

 

1 Handvoll Salbeiblätter und Blüten in eine Flasche geben

mit 1 Liter 40-50% Alkohol aufgießen

dies dann ca. 2 Woche in der Sonne stehen lassen, das Ganze danach abseihen und mit einer Zuckerlösung (400g mit ½ Liter Wasser aufkochen) vermischen und in geeignete Flaschen abfüllen. Für 4 Wochen ziehen lassen.

 

Bis zum nächsten Beitrag, bleibts gsund und lasst euch inspirieren von Mutter Natur's wunderbaren Gaben!

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