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Zu Maria Namen sagt der Sommer Amen!

Die Bilder sind heute, am "Tag der offenen Kräutertür",  im Laufe des Tages,  im FNL Garten der Gärtnerei Schützenhofer

in Rohr/Kremstal entstanden.

Der Kräutergarten beinhaltet verschiedene Themenbeete und ist jederzeit öffentlich zugänglich.

Danke, an alle Besucher und Wissbegieriegen, es haht uns sehr gefreut euch die Kräuter eiin wenig näher zu bringen.

KRÄUTERWEIHE -  Maria Himmelfahrt

Am 15. August beginnt eine der wichtigsten Zeiten im Jahr - Der Frauendreißiger.

 

Man spricht den Kräutern eine besondere Kraft zu, weshalb sie auch sehr oft in der Frauenheilkunde verwendet werden. Diese 30 Tage dauern bis zum 8 (13). September, zu Maria Geburt, in dieser Zeit wird auch der Herbst eingeleitet. Man sagt, dass in diesen Tagen die Gottesmutter die Erde segnet.

 

Wie kommt es nun zu diesem Brauch ? 

 

Eine Legende besagt: Als dass Grab von Maria geöffnet wurde, entströmte ein ganz besonderer Duft. Man fand keinen Leichnam jedoch war der Boden des Grabes mit Rosen, Lilien und Kräutern bedeckt. Außerhalb, rund um das Grab wuchsen all die bescheidenen Heilkräuter, die sie so geliebt hatte. Schon im 5 Jhdt. wurde in Jerusalem der "Tag der Gottesmutter" begangen. Die Kirche hatte zwar um 731 n. Chr. die Kräuterweihe verboten, da dies jedoch nicht im Sinne der Gläubigen war, beschloss man um 813 n. Chr. die Weihe als Ausdruck der Ehrfurcht vor der Schöpfung und die Heilkraft der Kräuter als Symbol für die Zuwendung Gottes an die Menschen wieder einzuführen. Erst 1950 wurde unter Papst Pius XII die ganzmenschliche Aufnahme Marias in den Himmel anerkannt, wobei es keine Beweise für diese Himmelfahrt gibt. So wird am 15. August Maria Himmelfahrt gefeiert.

 

 

Aber die Anfänge des KRÄUTERBUSCHN reichen noch bis zu den heidnischen Völkern zurück. Diese hatten Lebensruten, deren Berührung eine fruchtbarkeitsspendende und heilende Wirkung haben sollten. Auch wurden solche Ruten zu Ehren verschiedener Götter verwendet. Helfen sollten sie gegen mögliche Verzauberung des Viehs, gegen Gewitter und Krankheit aber auch für Eheglück und gute Ernte.                                                                                                                             

 

Der KRÄUTERBUSCHN wurde früher in den Wintermonaten zum Räuchern und für die alltäglichen Krankheiten verwendet. Im Herrgottswinkel hat es seinen festen Platz bis zum 24. Juni. Zu Johanni wurde der Rest der Erde übergeben oder im Johannesfeuer verbrannt. Alte Überlieferungen besagen daß zu Maria Himmelfahrt die Wendetage des Sommers beginnen und mit 13. September, zur Kreuzerhöhung fallen, das war die Zeit der Kultfeste. Auch dem Herzkreuz (Herzknochen ein Symbol für Jesus Christus) von Steinbock und Hirsch wurden zu dieser Zeit besondere Heilwirkungen zugeschrieben (Zeit der Wilderer).

 

An Maria Namen sagt der Sommer Amen!

Welche Kräuter werden nun verwendet?

 

Es werden Kräuter gesammelt die man gut kennt, alle haben eine symbolische Bedeutung und man bindet die Kräuter die für einen gerade zu finden sind. Die Dankbarkeit an Mutter Erde sollte hier besonders im Vordergrund stehen. Auch der Anzahl der Kräuter wird Bedeutung zugemessen wobei einige mystische Zahlen verwendet werden.

 

 7 - die Zahl der Schöpfungstage

9 - 3x3 die heilige Dreifaltigkeit

12 - Apostel gab es

14 - Nothelfer sind für uns da

24 - 2x12 die zwölf Stämme Israels im alten Testament und zwölf Apostel Jesus im neuen Testament

72 - 6x12 Zahl der Jünger Jesus

99 - 3x33 drei mal die Dreifaltigkeit

 

Symbolische Bedeutungen der verwendeten Kräuter:

 

Hl.Maria: Rose (Frauenbeschützerin)

Hl. Josef: Lilie

unser täglich Brot: Kornähre

Gesamtschutz: Efeu, Holunder

Gesundheit, Schutz, Heilung: Königskerze (langes Leben) Thymian, Salbei, Majoran, alle Minzarten, Malve, Esche, Linde, Weide, Sonnenblume, Zitronenmelisse, Wermut, Johanniskraut (gegen böse Geister) Mädesüß (Schutzpfl. der Kelten), Haselnuss,

Kraft, Mut, Stärke: Schafgarbe, Wermut, Beifuß, Rosmarin, Nelken, Wacholder, Himbeere, Eibisch, Wegerich, Eiche, Alant (bindet die Familienmitglieder ein)

Glück, Liebe: Johanneskraut (Frohsinn), Baldrian, Eisenkraut, Kamille, Liebstöckl, Ringelblume, Mädesüß, Malve, wilde Möhre (Aphrodisiakum)

Wohlstand, Weisheit, Glück, Erfolg: Farn, Salbei, Wegwarte, Goldrute, Eisenkraut, Kamille, Beinwell, Eiche, Holunder,

Frieden: Lavendel, Schafgarbe, Frauenmantel, Eisenkraut,

gegen Blitzschlag, Donner, Unwetter: Königskerze, Gundermann, Bärenklau, Farn, Hauswurz,

Feuer, Hagel: Arnika,

Frauenbeschützer: Frauenmantel, Labkraut (Entbindung), Schafgarbe (Heilerin), Beifuß

Reinigung: Baldrian, Wacholder,

Fruchtbarkeit bei Mensch und Tier: Zinnkraut, Geranie, Haselnuss, Weißdorn, Sonnenblume,

 

 

 Unsere liebe Frau geht übers Land hat den Himmelbrand in der Hand!

 

 In der Mitte eines Kräuterbuschen steht immer die Königskerze. Dann fügt man die Kräuter am besten nach Größe dazu und zum Schluss kommt noch der Efeu rundherum. Er ist der große Beschützer. Du kannst natürlich auch noch ein schönes Band verwenden. In manchen alpenländischen Regionen werden richtige Kunstwerke gebunden, sie beinhalten eine ganze Vielzahl an Kräutern. Eine schöne Tradition, hier bekommen die Kräuter den Stellenwert den sie eigentlich verdienen.

 

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