· 

Herbstzeit ist Wurzel-Zeit

 

 

Habt ihr auch  den Vollmond beobachtet.

Samhain + Vollmond und das alles in einem so bedeutenden Jahr.

 

Die letzten Tage habe ich mit Wurzel graben und verarbeiten verbracht, deshalb gibt es erst heut den dazugehörigen Blogbeitrag. Alles frisch fotografiert und getextet. Viel Freude beim Lesen !

Kurz vor Vollmond und die Wurzeln stehen in ihrer vollen Kraft. Jetzt im Herbst können noch einige Wurzeln geerntet werden.

Heuer fand ich neben Eibisch - und Alantwurzeln die im eigenen Garten wachsen auf den umliegenden Wiesen noch Beinwell- und Baldrian- sowie Löwenzahn Wurzeln. Ausgestattet mit Spaten und Kübel hab ich so einiges sammeln können.

 

Der Eibisch steht jetzt schon ca. 4 Jahre im Garten. Hab ihn damals als kleines frisches Wurzelstück mit Austrieb von einer Kollegin, die mit mir die Ausbildung bei FNL machte, erhalten. Heuer hat er sich so toll entwickelt und so hab ich einiges an Wurzeln ernten dürfen.

Der Alant wächst jetzt schon einige Jahre im Garten. Bei einem großen Wurzelstock macht es ihm gar nichts aus mal einen Teil der Wurzeln zu entfernen.

 


Wurzeln die ich  ernten durfte:

 

Alant - Wurzel

 

In seiner Blätter - Signatur zeigt er seine kräftigende Wirkung im Bereich  der Atemwege und der Lunge an.

Als ich ihn gestern  geschnitten habe kam mir ein nach altem Rauch riechender Geruch  entgegen.

Seine Wurzeln können mit zunehmenden Alter innen hohl werden auch das ist für mich eine Signatur. Ihr Anwendungsbereich  liegt bei Bronchitis, Asthma, bei Magen - und Darmerkrankungen und als Appetitanreger. Durch  seine harntreibende, entzündungshemmende sowie  antimikrobielle Wirkung kann die Wurzel auch im Nieren - Blasen und Harnwegsbereich  eingesetzt werden.

 

Hildegard von Bingen empfahl einen Alantwein bei Migräne, Lungenschwäche und als allgemeines Kräftigungsmittel. Wichtige Inhaltsstoffe sind Inulin, ätherische Öle, Bitterstoffe und Harze.

 

VORSICHT: Da der Alant  Sesquiterpenlactone enthält ist er mit Vorsicht zu genießen. Diese können die Schleimhäute reizen und allergische Hautreaktionen hervorrufen.

 


 

Eibisch - Wurzel

 

Der Eibisch gehört zu den Malvengewächsen. Als ausdauernde  Pflanze kann er einen großen Wurzelstock bilden. Seine Blüten sind tolle Nahrung für die Insektenwelt. Die weichen Blätter und schleimige Wurzel zeigen uns in der Signatur seine einhüllende und beschützende Kraft.

 

Wurzeln können im kalten  oder heißen Auszug eingesetzt werden. Ein Teeaufguss  mindert  keinesfalls seine Anwendung als Schleimdroge.

 

Die Wirkstoffe  in der Wurzel sind Schleimstoffe, Stärke und Flavonoide. Eingesetzt werden diese zur Reizlinderung bei Mund- und Rachenraum-Schleimhaut-Entzündungen und zum Stillen des Hustenreizes bei Bronchialerkrankungen. Auch können die Schleimhäute im Magen - Darm -Bereich  damit behandelt werden.  Eibischteig oder Eibischsirup kann man einfach selber machen und hat so schnell mal ein Mittel zur Hand wenn‘s im Hals kratzt.  Marshmallow root heißt er im Englischen und deute damit auf den wichtigsten Inhaltstoff dieser Süßigkeit an.

 


 

 

Löwenzahn - Wurzel

 

Löwenzahn Wurzel  ist eine der wichtigsten Leberpflanzen und enthält viele wichtige Bitterstoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Er wirkt am besten in der Körpermitte, regt somit Leber und  Galle an, entgiftet und fördert den Stoffwechsel und wirkt harntreibend, sodass viele Giftstoffe ausgeschieden werden können. Bei Rheuma und Gicht sowie bei Blasen-  und Nierenleiden  wurde das ganze Kraut schon bei unseren Vorfahren verwendet.  Das chronische Müdigkeitssyndrom, das oftmals nach dem Mittagessen auftritt, zeigt uns an das die Leber und die Verdauung ein wenig Hilfe brauchen, hier kann man mit einer Tinktur hilfreich  unterstützen.

 

Ein Löwenzahn Wurzel Kaffee schmeckt nach Röstaromen und etwas bitter, er enthält kein Koffein und kann somit öfters am Tag genossen werden. Die Wurzeln im Frühjahr geerntet enthalten weniger Bitterstoffe.

 

Löwenzahn verräuchern vertreibt negative Gedanken und wandelt diese in positive um. Macht uns mental stark, ausgeglichen und ruhig.

 


 

 

Beinwell - Wurzel

 

Wie sein Name schon sagt. Macht das Bein - Gebein  „well“ also gut, als Knochenheiler war er schon im Mittelalter bekannt. Sein Wirkstoff Allantoin wirkt zellerneuernd, schmerzstillend, abschwellend und entzündungshemmend. Die pulverisierte Wurzel nahm man bei Nasenbluten und schlecht heilenden Wunden. Die schleimige Beinwell Wurzel in Öl angesetzt und ausgezogen kann zu einer Salbe weiterverarbeitet werden. Ihr könnt sie bei kleinen Verletzungen, zur Wundheilung bei geschlossenen Wunden, bei Verstauchungen, Gelenkbeschwerden, Bandscheibenbeschwerden, Knochenbrüchen und Arthrose verwenden.

Eine Räucherung wirkt reinigend, bringt Krankheiten zum Erliegen  und schützt vor angezauberten Krankheiten.

 

 

VORSICHT: Beinwell enthält Pyrrolizidinalkaloide die  nicht auf Dauer angewendet werden dürfen, diese können die Leber schädigen und krebserregend wirken.

 


 

 

 

Baldrian - Wurzel

 

Baldrian liebt feuchte, nährstoffreiche, durchlässige  Böden.

Ihn zu ernten ist gar nicht so einfach und sein tolles Wurzelgestrüpp   nicht so einfach zu reinigen.

Die Signatur der Wurzeln zeigt uns seinen Bezug auf unser Nervensystem  an. Wichtige Wirkstoffe sind Iridoide die beruhigend wirken, Sesquiterpene,  Flavonoide, Alkaloide und ätherisches Öl.

Baldrianwein beruhigt unsere Nerven und lässt uns ruhig schlafen. Wenn wir gut durchschlafen können sind wir tagsüber konzentrierter, leistungsfähiger und ausgeglichener.

Auch bei lang anhaltender nervöser Unruhe und psychisch bedingten Kopfschmerzen kann Baldriantee helfen. Baldrian - Tinktur aus der Wurzel kann bei Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Verspannungen verwendet werden.

 

Eine Räucherung mit Baldrian schützt vor Zauber und übler Nachrede, treibt böse Geister und negative Gedanken aus.   

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0