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Sommer-Sonnen-Wende

                                                                                                                       Foto: pixabay

 

Eines der höchsten Feste im Jahreskreis wird morgen gefeiert, wobei die Kelten feierten diesen Wendepunkt laut Überlieferungen 12 Tage lang. Es wurde mit Starkbier angestoßen und die wichtigsten Kräuter wurden im Feuer verbrannt.

 

Von diesen Bräuchen ist leider nicht mehr viel übriggeblieben, unsere schnelllebige Zeit hat den jahreskreisfesten keinen Platz mehr gelassen.

Vielleicht finden wir doch etwas Zeit um am Abend am Feuer zu sitzen und Mutter Erde für ihre wundervollen Gaben zu danken. Ich finde es sehr wertvoll diese Bräuche wieder aufleben zu lassen. Erinnern wir uns an unsere Wurzeln, lassen das weibliche mit dem männlichen gleichgestellt sein. Ausgeglichenheit führt uns zu unserer „Inneren Mitte“

 

 

 

 

 

 

 

Sommer-Sonnen-Wende, der längste Tag und die kürzeste Nacht und Sommerbeginn.  Die Sonne wendet sich nun der „dunkleren Zeit“ zu und die Tage werden wieder kürzer werden. Bis zur Wintersonnenwende, es ist ein Wechsel der sich immerwährend vollzieht, ein Kommen und Gehen, ein Werden und Vergehen, Leben und Tod.

 

Das eine kann nicht ohne das andere.

 

Aber jetzt beginnt erst so richtig der Sommer. Nun ja in den letzten Tagen hatten wir schon eine ziemliche Hitze. Ich bevorzuge eher den Frühling und Herbst, die Hitze auf Dauer vertrage ich nicht so gut. Wie schaut das bei dir aus, bist du eine Sonnenanbeterin oder eher eine die gerne in den kühlen Schatten flüchtet ?

 

 

Traditionell wird zur Sommersonnenwende dem Licht die Ehre erwiesen und in vielen Regionen werden „Sonnwendfeuer“ entfacht. Früher wurde damit um eine gute, reichliche Ernte und um Schutz vor bösen Geistern, Gewittern gebeten. Es wurden Kräuter verräuchert und ums Feuer getanzt. Manch verliebtes Pärchen band sich einen Beifussgürtel und sprang so gemeinsam übers Feuer um ihre Liebe damit zu bekräftigen, für ewig beieinander, aber auch um das ganze Jahr beschützt zu sein. Frauen und Mädchen trugen Blumen-Kräuter-Kränze auf ihren Haaren. In. lichten Sommernächten tanzten Feen und Elfen auf Waldlichtungen und verführten so manch Sterblichen in ihr Reich. Kobolde und Heinzelmännchen zeigten ausgesuchten Menschen verborgene Schätze. Das Farnkraut sollte um Mitternacht blühen und hier seine Samen zeigen. Er dies im richtigen Augenblick pflückt sollte Reichtum und die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen erhalten. Bilsenkraut Bier und mit Bilsenkrautsamen angereicherter Met wurde gerne zu solchen Festen genossen und erzeugte mit seiner haluzinogenen Wirkung sicher manche Geschehnisse die auch heute noch erzählt werden.

 

In dieser Zeit sammelt man Kräuter die vor allem der Reinigung und Entschlackung dienen.

 

 

 

Eine alte Tradition für junge Mädchen und ihre ersehnte Liebe:

 

 

In der Mittsommernacht (Sommersonnenwende) werden schweigend sieben verschiedene Blumenarten auf sieben Wiesen gepflückt und unters Kopfkissen gelegt. Im Traum soll einem dann derjenige erscheinen den man heiraten wird. Vorsicht: Beim Blumenpflücken nicht den Mund aufmachen und auch keinem davon erzählen.

 

 

 

 

Bild: www.pixabay.com

 

Kräuter die du zur Sommersonnenwende ernten solltest:

 

 

Johanniskraut Sonne für die Seele, wird am besten zur Mittagszeit am 24.Juni, dem Namenstag des „Johannes des Täufers“ geerntet. Man sagt daß es dann die meiste Kraft besitzt.

 

 

Beifuss eines der wichtigsten Kräuter fürs ganze Jahr, schon von den Druiden hochgeschätzt, damit kannst du mit Mutter Erde in Kontakt treten, ein wichtiges Schutzkraut

 

 

Schafgarbe Heil aller Schäden, Frauenkraut, Wundheilmittel, Be-Hüterin der Frauen,

 

 

Eisenkraut bei den Römern ein geschätztes und geehrtes Kraut, macht alle Männer stark wie Eisen, das Gerichts- und Prüfungskraut, es wirkt ausgleichend und stärkt den Gerechtigkeitssinn,  

 

 

Königskerze hilft Spannungen in Häusern, an Plätzen, an „geladenen Menschen“ abzubauen, man findet sie in Kräuterbuschen meist in der Mitte, der „goldene Stab, das goldene Licht“,

 

 

Gundelrebe wenn man durch einen Kranz aus Gundelrebe blickt kann man eine Hexe erkennen, schützt vor Blitz und Donner, deswegen auch der Name Donnerkraut,

 

 

Rose unterstützt uns in Liebesangelegenheiten, in zwischenmenschlichen Beziehungen, sie unterstützt die Herzöffnung, sie kann in allen segnenden, ehrenden Ritualen verwendet werden, Venus in der Blüte und Mars in den Stacheln eine harmonische Verbindung dieser Gegensätze,

 

 

 

Mach dir doch in diesenTagen einen tollen Kräuterstrauß der dich dann in der "dunklen Zeit" begleitet und vom dem dann Tee's gemacht werden und zum Räuchern verwendet werden !

 

Ich  wünsch Dir eine schöne Sommersonnenwende !

Alles Liebe, Sabine von Kräutervielfalt

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